Film als Lyrik

Reto Andrea Savoldelli | Filmkunst

 

23  Mai  2016  | 19.30 Uhr

WERKSTATTBÜHNE 003 | Theaterhaus Berlin

 

Alle drei gezeigten Filme sind Versuche, Filmbilder entgegen ihrer Eignung zu verwenden; nämlich die Wahrnehmung des Zuschauers durch narrative Konvention an die Leine zu nehmen. Auch aus diesem Grunde bezeichnete Pasolini den Film einmal als "hypnotisches Monstrum". Gibt es die freilassende Gedichtform des Kinos? Wie verändert sich dabei der Zusammenhang von Bild und Sprache? 


Drei Beispiele von Reto Andrea Savoldelli:
LYDIA (1968), 42 min. Filmgedicht, Schweiz
FISCH (2006), 4 min. VideoSure, Istanbul
TÜTE (2006), 6 min. VideoSure, Istanbul


Dem Film LYDIA ging eine längere Vorbereitung voraus.

FISCH und TÜTE entstanden 2006 in Istanbul ganz zufällig.

 

www.poetologie.institute (Berlin) | www.das-seminar.ch (Basel)

 

Reto Andrea Savoldelli
Geboren in Solothurn (Schweiz). Bereits als Gymnasiast machte er sich als Filmautor einen Namen. In Deutschland wiesen in der Münchner Filmkritik Personen wie Wim Wender, Ulrich Gregor, Enno Patalas, in der Londoner Cinemantics Jean-Marie Straub, in Paris Philippe Garrel auf ihn hin. Nach dem von Bund und deutschschweizer FernsehenFilm finanziell unterstützten Film Stella da Falla beendete er seine Filmkarriere mit 22 Jahren, da er keine Produzenten für seine Stoffe von Wiederverkörperung und Schicksal fand. 

Sein Roman «Hieronymus - über Kino und Liebe in Zeiten der Reinkarnation" erschien 2013. Seine 40-jährige Vorgeschichte über zwei Spielfilmprojekte und 6 Drehbücher erzählt "Zur Entstehung des Hieronymus".
Heute leitet er das 1973 von Herbert Witzenmann begründete Seminar für Erkenntniswissenschaft und Sozialästhetik in Basel. Reto Andrea Savoldelli ist Vater von vier Kindern und wohnt in Frankreich.

 

Am 18. Mai 2016 wird Reto Andrea Savoldelli überdies im Filmtheater Babylon Mitte zu Gast sein. 19.30 Uhr wird dort der Film STELLA DA FALLA (83 min, 16 mm, Schweiz 1971) gezeigt, wo der Autor und Regisseur zu Vorführung und Gespräch da sein wird. Der Film gilt als Perle des Schweizer Films - eine Psychedelische Märchenreise; er war der offizielle Schweizerischer Beitrag am Filmfestival Locarno 1972 und erhielt die Qualitätsprämie am Montreal-Filmfestival 1972. | www.babylonberlin.de/stelladefalla

 

 

Eintritt:  8  €

Ticket-Reservierung: 030 - 2804 1966 | info@thbm.de

 

 

Theaterhaus Berlin Mitte | Wallstraße 32 - Haus C | 10179 Berlin

U2 Märkisches Museum | U8 Heinrich Heine Straße

 

 

Foto: R. A. Savoldelli | beim Drehen von LYDIA (Sommer 1968), Kamera: Jürg Naegeli

         

 

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