Rolands KüRa | Perspektivwechsel

Roland Walter | Matthias Vernaldi | Kiki Larassa | Coline Quintin | Elo Masing | Britta Kerger | Künstler*Innenkollektiv Panzerkreuzer Rotkäppchen (PKRK)

 


23 Feb 2019 | 20 Uhr

WERKSTATTBÜHNE 003 - Theaterhaus Berlin Mitte

 

Perspektivwechsel

Die erste der vier Künstler*innen Rampen“ im Jahr 2019 bringt gleich mehrere Neuerungen: von nun an steht jede KüRa unter einem Motto, welchem der Gedanke gelebter Inklusion innewohnt. Ebenfalls zum ersten Mal in der Geschichte der KüRa werden alle Stücke des Abends simultan von Gebärden- und Blinden-Dolmetscher*Innen übersetzt. Ermöglicht wird dies durch die Förderung der Februar-Veranstaltung über AKTION MENSCH. Herzlichen Dank!

 

Die Organisator*Innen freuen sich sehr, damit konsequenter inklusiv sein zu können und somit auch behinderten Menschen das Erlebnis von Performance zu ermöglichen.

 

Moderation: Matthias Vernaldi

Gebärden-Dolmetscher*innen: Katja Fischer | Ulli Steinseifer

Blinden-Dolmetscher: Martin van Emmichoven 

 

P wie Parkinson | Theaterstück

 

Künstler*Innenkollektiv Panzerkreuzer Rotkäppchen (PKRK)

Susann Neuenfeldt | Simon Strick | Maike Möller-Engemann | Werner Türk | Holger Duhn Richard Pfützenreuter | Josefin Fischer

 

Das Künstler*Innenkollektiv Panzerkreuzer Rotkäppchen (PKRK) setzt sich mit Parkinson-Erkrankung auseinander und gleichzeitig mit vergangenem und wieder aufkeimendem Faschismus in Deutschland. "M", ein überzeugter Antifaschist und Kommunist, ist an Parkinson erkrankt. Er wird betreut, fühlt sich sein Leben lang von Nazis umstellt. Ihre Stimmen hört er in den Abwasserrohren seiner Wohnung flüstern. Ms erste Parkinson-Anfälle treten mit dem Wiedererstarken der NPD in den 1990er Jahren auf und verstärken sich seit Gründung der AfD. Wie fühlt es sich an, wenn der eigene Körper zum inneren Exil wird? Wie werden Ms körperliche Blockaden als Re/Aktionen auf die neue deutsch-deutsche Rechte zeigbar? fragt sich das Kollektiv bestehend aus Susann Neuenfeldt, Simon Strick, Maike Möller-Engemann, Werner Türk, Holger Duhn, Richard Pfützenreuter. Josefin Fischer wagt den Perspektivwechsel, indem sie sich in Körper, Geist und Emotionen von M begibt.

 

PKRK ist ein Berliner Künstlerkollektiv aus Theater, Theorie und Tanz. PKRK wurde 2009 von Susann Neuenfeldt, Werner Türk und Simon Strick gegründet. Seit 2012 arbeitet PKRK mit der Choreographin Maike Möller-Engemann (Constanza Macras/Dorky Park) zusammen. PKRK arbeitet mit Profis und Laien, multimedial und in verschiedenen künstlerischen Formaten. PKRK dramatisiert und inszeniert Gefühle, Texte und Restzustände, die im engen und weiteren Sinne mit der DDR, dem Kalten Krieg und Postsozialismus zu tun haben. Für PKRK hat Theater politische Funktion und Traumfunktion. PKRK hat einen Hang zu Märchen, Verfremdung und Überwältigung. Ständige Mitarbeiter*innen bei PKRK: Holger Duhn (Theater Thikwa), Josefin Fischer (P 14 Volksbühne), Dorothea Löbbermann (Humboldt-Universität zu Berlin), Jana Olschewski (Kabaret Lambenfieber), Hans Narva (Hands up Excitement).  Produktionen: Mann im Fahrstuhl (2018), Jakob, der Lügner (2017), TRUMP (ist) Die Schneekönigin (2016), War is over (2016), Bartleby, der Schreiber (2015), Inglourious Lolitas (2015), Salmas Brüste: Frida Kahlo trifft Rosa Luxemburg (2014), NaKKt unter Wölfen (2013), Ab nach Schwedt (2012), Filizid: Monolog einer Kindsmörderin (2019), u.v.a. 

 

Foto: PKRK

 

Der kleine Prinz | Theatralische Lesung

 

Claudia Enderlein | Pablo Bader | Achim Schlüter | Edvard Lammervo 

 

Pablo Bader, spastisch gelähmt von Geburt an, wird eine theatralische Lesung aus dem "kleinen Prinzen" auf die Bühne bringen. Die berühmte Szene, in der der Prinz dem Fuchs begegnet, wird er mit musikalischer Begleitung durch Achim Schlüter unter Regie von Edvard Lammervo (Finnland) auf die Bühne bringen, während Claudia Enderlein live dazu zeichnen wird. Pablo Bader möchte Fragen provozieren wie, ob  man andere Personen an sich heranlassen oder nur Small Talk halten möchte oder ob wir viele Leute oder eher weniger, diese aber dafür besser kennen möchten? In der Rückbesinnung auf die alten Fragen kann der Zuschauer vielleicht einen Perspektivwechsel durch die Augen des kleinen Prinzens erfahren...

 

Fotos: KüRa

  

Balance || Illusion | Zwei Tanzstücke mit und ohne Beinprothese

 

Britta Kerger

 

Die Tänzerin, Tanzpädagogin und Sportlehrerin Britta Kerger ist einseitig beinamputiert und tanzt zwei ihrer Stücke einmal mit, einmal ohne Beinprothese. Dabei wird sie der Frage nachgehen und diese gleichzeitig dem Publikum stellen, ob es mit Prothese wirklich "besser" ist.

 

"Balance", der Titel ihres ersten kurzen Tanzstückes, erfordert ihrer Erfahrung nach immer auch die Fähigkeit, einen Perspektivwechsel einnehmen zu können. Ihr kurze Perfomance zum Thema "Illusionen" überlässt dem Zuschauer die Entscheidung, ob die "Illusion", so der Titel des Stückes, nämlich eine Tänzerin mit Beinprothese, "besser" oder eben "nur" eine Illusion ist.

 

Fotos: Britta Kerger

Der Ton des Tanzes | Tanzperformance | Tripplet

 

Roland Walter | Coline Quintin | Elo Masing

 

KüRa-Initiator Roland Walter wird mit der Tänzerin und Choreographin Coline Quintin sowie der Geigerin Elo Masing eine Tanz-Performance präsentieren. Die Beziehung zwischen Roland und Coline begann lustig, spielerisch, emotional, süß und liebevoll. Ihre Improvisation zeigt wie anders und wie nah sich Menschen gleichzeitig sein können, möglich nur durch die Bereitschaft, sich aufeinander einzulassen und die eigene Perspektive zu wechseln. Zudem ermöglicht der einzelne Ton dem Tanz eine andere Perspektive als eine komplette Melodie. So erscheint Perspektivwechsel als fließender Prozess von Zwischenmenschlichkeit und Kreation.

 

Roland Walter

1963 in Magdeburg geboren, experimentiert mit seinem Körper und mit seiner Behinderung und zeigt, dass auch Menschen mit diesem Schicksal ein kreatives Leben haben können. In seinen Performances kann man ihm bei der Entdeckung zusehen die immer wieder von neuem ein Kampf ist gegen die Behinderung und für das aktive Leben. Seit 2010 arbeitet Roland Walter als freier Performancekünstler, Tänzer und Choreograph. Er veranstaltet mit verschiedenen internationalen Künstlern Performances.

Mehr Informationen unter: roland-walter.de

 

Coline Quintin 

ist Tänzerin und Choreografin. Sie hat ihre Tanzausbildung am Conservatorium von Paris absolviert und lebt in Berlin, wo sie verschiedene Projekte entwickelt. Sie leitet zwei " Erforschungsgruppen" die Ton des Tanzes, sowie das Sun-dew Tanzprojekt,  welches sich auf die Beziehung zwischen Tanz und Musik fokussiert. Sie tanzt oft als Gast in Konzerte und lädt Musiker auf der Tanzszene unter anderem Foudil, Ensemble Xenos, Elo Masing.

 

Elo Masing

is a composer/free improviser of Estonian origin, currently based in Berlin, Germany. Her music has been performed internationally by renowned soloists and ensembles and released on the Squeaky Kate and squib-box labels. She has recently been awarded a PhD at the Royal Academy of Music, London, where she explored the physicality of instrumental performance in chamber music, and with support from the Academy, 
received private tuition from Rebecca Saunders. With composer-improviser Dave Maric, she forms the free improvisation duo Vicious Circus whose debut album was released to critical acclaim in 2014. She is also member of the newly-formed Berlin-based new music ensemble Reanimation Orchestra, and plays and arranges music in the subconscious song duo Golden Dark.


 

Fotos: Roland Spratte 

Rakontisto | Performance

 

Kiki Larassa | Roland Walter

 

Ein Stück über den Perspektivwechsel zwischen Realität und Illusion, über die Magie realer sowie fiktiver Gegenstände und Erinnerungen – in Szene gesetzt als eine Collage aus mimischen Elementen von Kiki Larassa und den Erzählungen von Roland Walter.

 

Kiki Larassa

studierte Zeitgenössischen Tanz in Berlin und Senegal und absolviert gerade eine Mime/ Physical Theater Ausbildung an der Etage in Berlin.

Die nächsten Künstler*innen Rampen in der WERKSTATTBÜHNE 003:

04 Mai 2019 | 14 Sep 2019 | 14 Dez 2019 

 

 

Foto/Grafik: Claudia Heland  

Eintritt    5 - 10 €  (Sliding Scale)    

Tickets   030 - 2804 1967 | Online reservieren hier | Abendkasse 30 min vor der Veranstaltung

 

WERKSTATTBÜHNE 003 - Theaterhaus Berlin Mitte | Wallstrasse 32 - HAUS C | 10179 Berlin

U2 Märkisches Museum | U8 Heinrich-Heine-Strasse

 

 

Mit freundlicher Unterstützung durch das Theaterhaus Berlin Mitte

 

 

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