Rolands KüRa | "So oder anders"

"Roland Walter & Guests 


5 Mai 2019 | 18 Uhr

WERKSTATTBÜHNE 003 - Theaterhaus Berlin Mitte

 

Die Künstler*innen Rampen“ im Jahr 2019 bringt gleich mehrere Neuerungen: von nun an steht jede KüRa unter einem Motto, welchem der Gedanke gelebter Inklusion innewohnt. Ebenfalls werden seit diesem Jahr alle Stücke des Abends simultan von Gebärden- und Blinden-Dolmetscher*Innen übersetzt. Ermöglicht wird dies durch die Förderung der Februar-Veranstaltung über AKTION MENSCH. Herzlichen Dank!

 

Die Organisator*Innen freuen sich sehr, damit konsequenter inklusiv sein zu können und somit auch behinderten Menschen das Erlebnis von Performance zu ermöglichen.

 

"So oder anders" 

Zum Tag der Inklusion findet die zweite KüRa in diesem Jahr unter dem Motto "So oder anders" statt. Die Teilnehmenden sind eingeladen, sich kreativ mit gesellschaftlich fixierter Norm menschlichen Verhaltens, Aussehens, Denkens und  Wahrnehmens auseinadnerzusetzen und wie dies der individuellen Entfaltung jedes einzelnen Menschen entspricht oder eben nicht. Das künstlerische Medium sowie die Art der Umsetzung sind frei gestaltbar.
 
Sowohl Künstler*Innen als auch Zuschauer*Innen sollen das Thema "So oder anders" an diesem Abend erfahren. Dies kann klassisch konfrontativ geschehen, aber ermuntert wird auch zu beispielsweise Aufführungen, die die Trennung zwischen Künstler*innen und Publikum aufheben können. So möchte die Küra Denkanstöße ermöglichen, mit denen Herausforderungen und Visionen einer inklusiven und integrativen Gesellschaft der Zukunft gebaut werden kann. 

 

Moderation: Matthias Vernaldi

Gebärden-Dolmetscher*innen: Katja Fischer | Ulli Steinseifer

Blinden-Dolmetscher: Martin van Emmichoven 

Foto/Grafik: Claudia Heland  

Schaf im Wolfspelz | Viola Mikolasch & Ensemble 

 

Hineingeboren in eine Welt des Wahnsinns, eine Welt wahnsinniger Kriege, entfesselt durch die Reaktion verrückter Menschen auf ihre Wut und Angst. Wie stellen wir uns verschiedenen Realitäten in ein und der selben Situation in der wir leben? In der Performance geht es um stereotypes Denken und nervöse Zuckungen. In eine Rolle gedrängt zugleich Strategien finden, diesen Wahnsinn zu überleben. Es geht um meine und deine Realität. Was passiert, wenn deine Welt auf den Kopf gestellt wird?

 

Die Künstler*innengruppe um Viola Mikolasch besteht aus sieben jungen Performer*innen, aus sieben verschieden Ländern der Welt. Viola Mikolasch, Rocio Gottschalk, Karlotta Frank, Kiki Havemann und Philippe Mariani Ducasse studierten an der Schauspielschule DIE ETAGE in Berlin Contemporary Dance, Physisches Theater und Akrobatik. Lucio Seta und Keivin Benavides sind im Circus verwurzelt, mit Ausläufern zum Breakdance und arbeiten beide mit jungen Erwachsenen in sozialen Kultureinrichtungen. Musikalisch begleitet wird das Septett von Schallbauer (Walking Legs Group), Felix Laband (Donkey Rattle) und Bachar Mar-Khalifé (Erbmevon 32,21).

 

Fotos: Christian Ditsch 

Frech oder ehrlich? Gefährlich! | Roland Walter & Barbara Duss

 

Ein freches Clownsstück, das vorgegebene Rollenbilder auf den Kopf stellt. Inklusion pur. Ein Stück über die Beziehung einer Clownin zu einem Performer, der herausfinden möchte, was denn genau ein Clown ist. Der Performer ist behindert, was die Clownin nicht weiß und so nähern sich die beiden Komödianten Schritt für Schritt an einander an. Welch ein Glück für das Stück….

 

Initiator der KüRa – Roland Walter -  trifft auf Clownin Barbara Duss. Eine Frau mit vielen künstlerischen Facetten. Ihre Stücke weisen eine außergewöhnliche Bandbreite von Clownerie, Schauspiel, Musik und Gesang, Maskenspiel, und Dramaturgie auf. Die Themen: zeitlos aktuell und gesellschaftlich relevant. Politisches wird unterhaltsam verpackt, so dass dem Publikum Hören und Sehen nicht vergeht sondern jeder einzelne Zuschauer zum beherzten Handeln angeregt wird. 

 

In den Proben mit Susie Wimmer, einer erfahrenen Clownsregisseurin aus München, entwickelten die beiden Performer einen Handlungsfaden, der Inklusion aus einer ganz neuen Perspektive betrachtet.

 

Foto: Marco Fechner

Incubadora | Ronald Walter | Baltasar Vau | Valentina | Elizabeth Huehuentro  

 

„Wir rufen unsere Körper an. Was im Schatten bleibt, manifestiert sich. Zu allen Zeiten. Wir rufen die Werke an, um uns zu helfen. Auf die Natur, die sich mit uns unterhält! Wir laden ein: Zu unserer Vorstellung, zu unseren Visionen. Dazu, uns an unsere Träume zu erinnern, zu fühlen, auf uns und unsere Wahrnehmung zu vertrauen. Zur Dringlichkeit unserer Suche nach Genuss und Schönheit als Indikatoren für Wohlbefinden, wie jedes andere Tier dies tut.“

 

Inspiriert durch Casilda Radrigañez’ Buch “Wir gebären mit Vergnügen” stellen die Künstler*innen in ihrem generationsübergreifenden Tanzstück „Inkubadora“ die Fragen nach dem Sinn und Nutzen unseres heranerzogenen Misstrauens gegenüber unserer inneren Stimme und den Bedürfnissen unserer Körper.

 

In seinem zweiten Stück an diesem Abend trifft Roland Walter auf Baltasar Vau und Valentina.

Beide Tänzer*innen kennt er aus Chile, wo sie gemeinsam an der Noche de Perfomances in Santiago teilnahmen. Musikalisch begleitet werden sie von Elizabeth Huehuentro.

 

Foto: privat

"Meine Inklusionswoche - So oder anders" | Lesung von und mit Michael Friehs

 

 

Michael Friehs gewährt Einblicke in "seine" Inklusionswoche, die "so oder anders" hätte laufen können. Mit feiner Ironie basierend auf seinem glasklarem Realitätssinn lässt er nicht behinderte Menschen "teilhaben" - teilhaben an dem, was Inklusion genannt wird und manchmal doch recht exklusiv daher kommt.

 

Michael Friehs begeisterte bereits im Oktober 2018 mit einem seiner selbst verfassten Texte über Schönheit, Selbst- und Fremdwahrnehmung. Aufgrund seiner Sprachbehinderung ist er zurzeit in logopädischer Behandlung. Dieses Mal steht ihm bei der Textbearbeitung Küra-Organisatorin Claudia Heland zur Seite.

 

Foto: Ronald Spratte

 

Die nächsten Künstler*innen Rampen in der WERKSTATTBÜHNE 003:

14 Sep 2019 | 14 Dez 2019 

Eintritt    5 - 15 €  (Sliding Scale)    

Tickets   030 - 2804 1967 | Online reservieren hier | Abendkasse 30 min vor der Veranstaltung

 

WERKSTATTBÜHNE 003 - Theaterhaus Berlin Mitte | Wallstrasse 32 - HAUS C | 10179 Berlin

U2 Märkisches Museum | U8 Heinrich-Heine-Strasse

 

 

Mit freundlicher Unterstützung durch das Theaterhaus Berlin Mitte

 

 

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