DAS LEBEN EINES NARREN | Uraufführung

4RUDE  

 


Premiere 13 Nov 2019 20 Uhr  &  14 | 15 | 16 Nov 2019 | 20 Uhr 

THEATER IM DELPHI

 

Sprache kein Problem ​


Fünf Performer*innen geben mittels Butoh als „Tanz der Finsternis“ Einblicke in das Leben und Werken des bekannten japanischen Autors Ryunosuke Akutagawa und ganz nebenbei in das Land Japan und seine Kultur.

 

Das Stück nach dem autobiographischen Roman von Akutagawa ist eine Übersetzung der japanischen Sprache in Körperbewegung. Akutagawa war im Japan Anfang des 20. Jahrhunderts, später auch durch die Verfilmung seines Romans "Rashōmon" international bekannt. Seinen scharfkantigen und prägnanten Sprachstil greifen 4RUDE mit den klassischen Techniken des japanischen Nō-Theaters und dem Körperausdruck des modernen japanischen Butohs als "Tanz der Finsternis" sowie einer eigens für das Stück komponierten Musik auf.

 

Mit: Maco | Hikaru Inagawa

Sowie: Bratan Bratanov | Adina Mohr | Heide Moldenhauer

Autor: Ryunosuke Akutagawa

Regie, Choreografie, Bühne, Lichtkonzept: Hikaru Inagawa

Choreografie, Kostüm: Maco

Musik: Kenji Yamaguchi | Kazuya Zenzai

Video: Elisa Intet

Mitarbeit Bühne: Sergio Serrano

Technische Leitung: Tilman Agueras

 

Eine Produktion von 4RUDE. ”Das Leben eines Narren” wird gefördert durch das Bezirksamt Pankow von Berlin, Amt für Weiterbildung und Kultur, Fachbereich Kunst und Kultur.

 

Learn more: www.4rude.com | Zum Trailer: hier 

 

Foto: Hans-Peter Krüger 

Ryunosuke Akutagawa hatte sich sein Leben lang Sorgen gemacht, die Geisteskrankheit seiner Mutter geerbt zu haben. Dies und seine Verehrung des französischen Dichters Beaudelaire und dessen Freiheit von gesellschaftlichen Zwängen sowie die Kenntnis der modernen europäischen Kunst durch die Öffnung Japans zu Europa, Europas Kultur und Kolonialpolitik waren Auslöser von psychischen Ängsten, die Akutagawa in den frühen Tod trieben. Seine innere Verfasstheit drückt sich aus in dem Satz: “Er lebte Tag für Tag in der trüben Finsternis, sich auf ein stumpf gewordenes Schwert als Gehstock stützend.“

 

Butoh bricht mit der Tradition, die den Tanz als eine „Kunst der Bewegung“ sieht, und kann vielmehr als eine „Kunst der Präsentation der Existenz des Körpers“ definiert werden. Im Bezug zur Musik, wie bei anderen Formen des Ausdruckstanzes der Gegenwart, liegt der Fokus nicht auf dem Rhythmus der Musik, sondern auf dem Gefühl, das die Musik erweckt.

 

4RUDE beziehen sich in ihrer Arbeit auf den Butoh Tatsumi Hijikatas und den das Konzept des „Tanz der Finsternis“, denn „Butoh ist wie ein toter Körper, der mit aller Kraft aufrecht steht.“ Durch den Rückgriff auf dieses originäre Verständnis des Butoh wird etwas gewagt, was in den europäischen Entwicklungen dieser Kunstform selten vorkommt: Das Zeigen von Narrationen und imaginären Räumen, die niemand sehen will. Man könnte sagen, dass im Europäischen Butoh „die Finsternis“ oft weggelassen, vernachlässigt wird. 4Rude dagegen möchten genau diese dunkle Seite beleuchten, und so noch enger an die Wirklichkeit menschlichen Daseins herantreten.

Eintritt   15 | 10 € 

Tickets   online hier 

 

Theater im Delphi | Gustav-Adolf-Str. 2 | 13086 Berlin  

 

 

Mit freundlicher Unterstützung durch das Theaterhaus Berlin Mitte

 

 

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