2018

Der Mann im Fahrstuhl
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 Foto ©

René Jaschke Berlin (Teaser) | Ronald Spratte

Der Mann im Fahrstuhl

Panzerkreuzer.Rotkäppchen

Im selben Jahr, als Heiner Müller den Textblock Der Mann im Fahrstuhl geschrieben und in das Revolutionsstück "Der Auftrag" verpflanzt, starten zwei Familien aus Thüringen nachts im selbstgebauten Heißluftballon in eine ungewisse Reise. Der berühmte Fluchtversuch aus der DDR 1979 war ein Flug ins Unbekannte, durch die lichtlose Heimat in einem verrücktgewordenen Fahrstuhl, der – so die Hoffnung – den eisernen Vorhang überwinden und den fernen Westen erreichen sollte. Die Auswanderer landen glücklich im Sowieso-Landstrich, Müllers Fahrstuhlfahrer wird in einem anonymen Land der dritten Welt ausgespuckt. Ihre Fahrten stehen wie Irrlichter in der Zeit. Wenn die Koordinaten weg sind, kann überall Zukunft sein.

PKRK inszeniert Müllers Text als Fluchtversuch mit fünf Stimmen, die im Fahrstuhl/Ballon in eine ungewisse Zukunft fliegen. Suchscheinwerfer verfolgen sie, der Wind spielt mit ihnen, ihre selbstgebaute Kapsel ist ein prekäres Zuhause. Die einzige Gewissheit ist der Text, das Sprechen, das Atmen, der Schrei.

 

Produktionsleitung: PKRK

Regie: Susann Neuenfeldt

Bühne: Werner Türk

Textbearbeitung: Simon Strick

Skizzen: Lena Hasler

Musik/Licht: Holger Duhn

Choreographie: Maike Möller-Engemann

Schauspiel: Tim Engemann, Josefin Fischer, Alina Hünting, Jakob Karas, Maike Möller-Engemann, Simon Strick

17. April 2018

Theaterhaus Berlin Mitte

WERKSTATTBÜHNE 003

Wallstraße 32 - Haus C | 10179 Berlin

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