2021

MUTTER**LAND
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Bernadette La Hengst

MUTTER**LAND

BERNADETTE LA HENGST

EINE REVUE PASSÉ ÜBER FAMILIÄRE UND GESELLSCHAFTLICHE FLIEHKRÄFTE

SPAZIERGANG IN STATIONEN (MUSIK | PERFORMANCE | FILM)


Die theaterschaffende Songschreiberin Bernadette La Hengst begibt sich gemeinsam mit ihrer 16-jährigen Tochter und dem Publikum auf eine musikalische Zeitwanderung zu den Lebensstationen ihrer Mutter zwischen Schlesien, der DDR, dem Libanon und der BRD. La Hengst greift für dieses Projekt auf ihre Recherchen und Auseinandersetzungen der vergangenen Jahre zurück, in denen sie sich auf Spurensuche ihrer Mutter begab. Als Kind war diese zweimal auf der Flucht, von Schlesien über die DDR bis nach NRW. In den 60ern lebte sie eine Zeit lang im Libanon und in Syrien. Mutter**Land schlägt den Bogen zum aktuellen Umgang mit Flucht und Vertreibung: Inszenierte Dialoge und Gesangsduette zwischen Bühne und Film, zwischen Mutter und Tochter, mit dem Publikum vollzogene Rituale und La Hengsts Songs changieren vom Mikro- zum Makro-Kosmos einer Gesellschaft, in der Migration eine kulturelle Grundlage ist.


Teaser: vimeo



BERNADETTE LA HENGST lebt seit 2004 in Berlin. Von 1990 bis 2004 lebte sie als Musikerin in Hamburg, veröffentlichte seitdem unzählige Alben und spielte hunderte Konzerte. Seit 2002 sind bei Trikont vier Solo-Alben erschienen, ihr aktuelles, Integrier mich, Baby, erschien im Herbst 2012. 2003 erhielt sie für ihr bisheriges Gesamtwerk den Künstlerinnenpreis für Popularmusik in Nordrheinwestfalen. Seit 2003 arbeitet sie als Regisseurin, Musikerin, Autorin und Schauspielerin verstärkt in verschiedensten Theater- und Hörspielproduktionen, u.a. für Theater Freiburg, Thalia Theater Hamburg, Theater Essen und Sophiensæle. Zusammen mit Till Müller-Klug entwickelte sie das Stück Der Innere Innenminister (2009), das 2009 in den Sophiensælen premierte. Im darauf folgenden Jahr entstand dort Deutschlandmärchen (2010), ebenfalls eine O-Ton-Montage, die die deutsche Nachkriegsgeschichte neu verarbeitet. Unter ihrer Regie wurde von 2011 bis 2013 im Thalia Theater das Stück Integrier mich, Baby, ein hyperkultureller Integrationskurs der Zukunft, gespielt. Zuletzt erarbeitete sie 2014 mit dem Regisseur Stefan Nolte für das Theater Freiburg das Projekt Schwarz Wald Straße, ein szenischer Parcours im öffentlichen Raum, für das sie u.a. den 25-köpfigen Anwohner*innen-Chor Nomaden der Zukunft gründete. (Video) Im März 2013 feierte Bernadette La Hengsts Chor für Bedingungsloses Grundeinsingen (2013) in den Sophiensælen Premiere mit anschließenden erfolgreichen Gastspielen in der Bremer Schwankhalle, Kampnagel Hamburg, dem Impulse Festival 2013 in Bochum und dem Ringlokschuppen. (Video)



Von und Mit: Bernadette La Hengst | Ella Mae Hengst | Carolin Hochleichter | Stephanie von Beauvais | Jelka Plate | Eike Böttcher | Sophie Krause

Künstlerische Leitung | Konzept | Text | Musik | Performance: Bernadette La Hengst

Performance | Text | Musik im Video: Ella Mae Hengst 

Dramaturgie | Konzept: Carolin Hochleichter 

Videos: Stephanie von Beauvais 

Bühne | Kostüm: Jelka Plate | Eike Böttcher

Regie-| Videoassistenz: Sophie Krause

Lichtdesign: Dirk Lutz 

Video-Ton: Robin Plenio 

Produktionsleitung: ehrliche arbeit - freies Kulturbüro 

Ouside Eye: Bettina Grahs

Zusätzliches Videomaterial: Ibrahim Shehab

Mit Texten von: Brigitte Hengst

Und der Stimme von: Eva Broermann


DANKE AN Anke Broermann, Andreas Kossert und seine Bücher „Kalte Heimat“ und „Flucht – eine Menschheitsgeschichte“.


Eine Produktion von Bernadette La Hengst in Koproduktion mit Burg Hülshoff - centre of literature. Gefördert vom Fonds Darstellende Künste #Take Action, der Kunststiftung NRW und Europäisches Zentrum der Künste Hellerau.

1. Juli 2021

Freilichtbühne Weißensee

Große Seestraße 10 | 13086 Berlin

Mit freundlicher Unterstützung von

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