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WHY CHIQUINHA? - Femmage im Zwei-Viertel-Takt

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WHY CHIQUINHA? - Femmage im Zwei-Viertel-Takt

Marcela Dias

Musiktheater

Francisca Gonzaga (1847-1935) zählt bis heute zu den wichtigsten Pianistinnen und Komponistinnen der 
Jahrhundertwende. Der Hype um die Wiederentdeckung von Frauen in der Musik ist groß, doch selten erobern sie 
die Theaterbühne – die Künstlerinnen von Collect:eve wollen dies ändern und zeigen „Why Chiquinha?“ im Rahmen der Feierlichkeiten zum Weltfrauentag in der Brasilianischen Botschaft Berlin. 

Bis heute erklingt Francisca Gonzagas Karnevalssong „Ó abre alas“ in den Straßen 
Rios beim größten Karnevalsumzug der Welt. Collect:Eve inszeniert das Leben und Werk der 
Ausnahmekünstlerin und Mitbegründerin des „Choro“, einer Musikfusion, bekannt als „Vater des 
Samba“ und „Großvater des Bossa Nova“: 

Das musikalische Lebenswerk der Komponistin, Dirigentin und Aktivistin, bekannt unter dem 
Künstlernamen Chiquinha, wird am Dienstag, den 5. März in der Brasilianischen Botschaft Berlin auf 
die Bühne gebracht. Die Besucherinnen und Besucher erwartet eine Musiktheater-Performance in den 
Sprachen Deutsch, Englisch und Portugiesisch ein Abend mit den Stimmen des Rio de Janeiro der 
‚Belle Époque‘ bis ins 21. Jahrhundert.

Über  ein halbes Jahrhundert lang komponierte Chiquinha Gonzaga aktiv und  experimentierte mit verschiedenen Musikgenres. Immer wieder erfand sie  sich neu und dokumentierte tagesaktuelle Eindrücke aus ihrem Umfeld in  ihren Kanzonen, Walzern, Tanzmusiken, Karnevalsmusiken und Bühnenwerken.  In ihrem Werk vereinigen sich europäische 
Salonkultur und afrikanische Rhythmen zu der brasilianischen Seele „Saudade“ – der unübersetzbaren 
Sehnsucht aus Liebe, Weltschmerz und Nostalgie.

„Why Chiquinha?“ ist ein musikalisches Tagebuch mit dem vierstimmigen Ensemble Noam Carmon 
(Klarinette), Julia Kadel (Klavier), Marcela Dias (Stimme) und Liliana Zieniawa (Perkussion). Damit 
lenken die internationalen Musikerinnen den Blick auf dekoloniale Perspektiven im Musiktheater: 
„Why Chiquinha?“ erschafft eine mehrsprachige Berliner Femmage im Zweiviertel-Takt, 
ausgezeichnet als wertvoller Beitrag zur Kulturdiplomatie Deutschland-Brasilien.

Das Publikum kann gespannt sein auf improvisatorische Elemente und unvorhersehbare Miniaturen 
aus Tragik, Komik, Ironie und Selbstvertrauen, so berührend und unkonventionell wie die Künstlerin 
selbst: „Ich verstehe nichts von einem Leben ohne Harmonie“ soll sie ihrem ersten Ehemann 
entgegnet haben, nach seinem Klavierverbot. Eine Pianistin mit unkonventionellen Lebensweg in eine 
professionelle Musikerinnenkarriere.

Marcela Dias | Schauspielerin und Sängerin  
Noam Carmon | Klarinettistin
Liliana Zieniawa | Schlagzeugerin
Julia Kadel | Pianistin
Claudia Isabel Martin | Musiktheaterregisseurin
Hellena Kuasne | Bühnen- und Kostümbildnerin

5. März 2024

Mit freundlicher Unterstützung von

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Brasilianische Botschaft

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