In „Liebe? Krieg!“ begegnen sich zwei Einakter von Anton Tschechow: „Der Bär“ und „Der Heiratsantrag“.
Drei Menschen treffen aufeinander – und innerhalb kürzester Zeit gerät alles aus dem Gleichgewicht.
Was zunächst höflich beginnt, wird zum Streit.
Der Streit wird zum Duell.
Das Duell wird zur Annäherung.
Und aus der Annäherung entsteht sofort der nächste Konflikt.
Tschechows Figuren sind dabei nicht einfach nur komisch – sie meinen es vollkommen ernst. Genau daraus entsteht die Komik: aus präzisem Timing, körperlichem Spiel, absurden Situationen und dem verzweifelten Versuch dreier Menschen, die Kontrolle zu behalten. Ein reduzierter Bühnenraum wird zum Spielfeld für Macht, Begehren und menschliche Verletzlichkeit. Musik, Rhythmus, Stille und Licht werden dabei zu eigenständigen dramaturgischen Elementen.
„Liebe? Krieg!“ verbindet Tschechows scharfen Humor mit einem körperlichen, temporeichen und präzise inszenierten Theaterabend, in dem Komik und Spannung unmittelbar aufeinandertreffen.
Hier darf gelacht werden.
Hier darf gestritten werden.
Und manchmal wird es plötzlich ganz still.
Denn hinter all den Eitelkeiten, Konflikten und absurden Situationen steht eine sehr menschliche Frage:
Wie kommt man einem Menschen näher, ohne gegen ihn zu kämpfen?
Drei Menschen. Zwei Einakter. Jede Menge Streit. Und vielleicht am Ende doch Liebe.
Regie & Künstlerische Leitung: Raman Allipur
Künstlerische Mitarbeit & Szenografie: Marjan Allipur
Mit: Lena Wendt, Nikolai Novikov, Martin Moeller