Wie können wir ein Tanz-Repertoire jenseits dessen denken, was wir bereits kennen und schätzen? Diese Frage bildet den Ausgangspunkt für das Projekt „Bazm (Repertoire)“ des iranischen Choreografen Armin Hokmi, das im Juli 2026 im Radialsystem seine Deutschlandpremiere feiert. Die Arbeit entwirft ein vollständig konstruiertes Repertoire, das diesen Begriff selbst zu einer Linse macht, durch die Wiedererkennung, Authentifizierung und Konzeption von Tanz und Choreografie aktiv hinterfragt werden.
Feinsinnig und präzise bringen Armin Hokmi und eine Gruppe internationaler Künstlerinnen eine Choreografie auf die Bühne, deren Bewegungsmaterial – wenngleich impulsiv – von den Körpern der Tänzerinnen wie zart gearbeitete Skulpturen aufgenommen wird. Beharrlich, Phrase für Phrase, nimmt der Tanz neue Formen an, den Blick abwechselnd nach innen und nach außen gerichtet. Bewegungen aus dem Herzen und den Knochen, feine Verschiebungen und zuckenden Gesten – mal völlig entfesselt, mal sanft und geduldig – machen sichtbar, was es bedeutet, gemeinsam eine Welt zu entwerfen: eine Wunderkammer des Tanzes.
Konzept und Choreografie Armin Hokmi
Tanz und Performance Gyeongjin Lee | Adam Russell Jones | Leonie Türke | Even Eileraas | Louise Dahl | Emmi Venna | Jolinus Pape | Tasha Hess-Neustadt | Eline Chao Vaaje | Aline Lebrun
Musik Helen Island
Bühnenbild Felipe Osorio-Guzmán
Lichtdesign Vito Walter
Probenleitung und choreografische Assistenz Angel Martinez Hernandez
Produktion und Kostümkonzept L’atelier Bas et Hauts Paris
Kostümdesign Moriah Askenaizer
Beratung Jonas Maria Droste | Julie Guibert
Dank an
Naomi Perlov
Theaterhaus Berlin
DIAROMA