Hannah Arendt schreibt ein Märchen. Hannah Arendt? Ein Märchen? Die berühmte rauchende Denkerin, die scharfsinnige politische Theoretikerin?
Wir waren überrascht. Und berührt.
Gemeinsam mit der Hauptfigur des Märchens, einem Gänse hütenden Mädchen, begeben wir uns auf eine Entdeckungsreise durch Hannah Arendts Welt. Wir treffen sie an ihrem Schreibtisch und finden dort Anekdoten aus ihrer Biografie. Gedichte, Briefe und Zitate flattern durch den Raum.
Diese Inszenierung ist eine Annäherung an Arendts umfangreichen Werk. Der Fokus liegt dabei auf der prägenden Erfahrung ihrer Emigration. Wie das Mädchen im Märchen war sie immer gezwungen nach vorne zu schauen, weiterzugehen und weiterzusuchen. Was bedeutet es, die vertraute Heimat zu verlieren und wie ging Arendt damit um? Wir versuchen, ihr Denken besser zu verstehen und gemeinsam mit ihr zu ergründen, was es bedeuten könnte, ein „Jemand“ in der Welt zu sein.
Wir zeigen die Theoretikerin von ihrer poetischen Seite und ergründen Fragen, die bis heute nachhallen. Wie Hannah Arendt selbst, wollen wir ein Stück weit ‚verstehen‘.
Ein Stück von Annika Schaper
Spiel Robert Richter | Annika Schaper
Puppenbau Madita Kuhfuhs
Austattung Madita Kuhfuhs | Annika Schaper
Text Almut Schäfer-Kubelka
Outside Eye Sarah John
Kostüm Lena Peschke | Jonas Roscher
Musik Christian Schaper
gefördert durch die Einstiegsförderung des Landes Berlin, die Projektförderung des Fonds Darstellende Künste und durch die Schaubude Berlin, unterstützt durch das Theaterhaus Berlin und das Weite Theater