„zwischenkörpern“ von Soley Huber und Jonathan Walker ist als Preisträger:in zum diesjähirgen Tanztreffen der Jugend im Rahmen der Berliner Festspiele ausgewählt worden. In einer mitreißenden Gefühlsspirale stehen zwei Körper im Dialog. Ausgehend von einem Ort der Geborgenheit durchlaufen sie unterschiedliche Beziehungszustände von Lebensfreude, Erschöpfung, Konflikt, Verständnis und gegenseitigem Halt. So wie auch die menschlichen Gefühle im stetigen Wandel sind, ist diese strukturierte Contact Improvisation ein fortwährender Kreislauf. Zwischenmenschliche Beziehungen werden in Phasen des Umbruchs und der Entwicklung immer relevanter. Wir selbst befinden uns gerade an einem Punkt, an dem wir das erfahren. In Freundschaften sowie in Liebesbeziehungen sehen wir uns mit einer neuen Intensität konfrontiert. Beziehungen erscheinen facettenreicher. Diese Erfahrung war Ausgangspunkt für die Entstehung unseres ersten eigens choreografierten Stückes zwischenkörpern.
zwischenkörpern ist eine strukturierte Contact Improvisation, in der unsere Körper in ständigem Dialog stehen. Es setzt sich zusammen aus festgelegten Elementen sowie Qualitäten, bietet aber auch den Freiraum für Momente der Improvisation. Unser Duett ist somit wiederholbar und trotzdem jedes Mal individuell. Besonders jetzt, angesichts gesellschaftlicher Spaltung, werden für uns zwischenmenschliche Beziehungen nicht nur auf persönlicher Ebene, sondern auch in gesellschaftlichen Kontexten immer bedeutender. Es ist uns daher wichtig, einen offenen Umgang miteinander zu finden, in den Austausch zu gehen und auf das Zwischenmenschliche vertrauen zu können.
Tanz/Performance/Konzept Soley Huber und Jonathan Walker
Sounddesgin Lorenz Huber
Projektbegleitung Vanessa Huber
Kostümschneiderin Laura Tölke
Technischer Support vorab Marco Uhlman
Technik Team Berliner Festspiele
Fotos Magda Myjak
Unterstützt von tanzApartment-Studio und theaterhaus berlin